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Torreiches Lokal-Duell: Rakel & Voss zerpflücken Hamelns Monster-Serie

HSG Deister Süntel II – VfL Hameln III 37:33 (20:16).

In einem hochklassigen, temporeichen und bis zum Schluss umkämpften Regionsliga-Derby setzte sich die HSG Deister Süntel II mit 37:33 (20:16) gegen den VfL Hameln III durch und geht damit als Spitzenreiter in die Herbstpause. Für die Gäste aus Hameln bedeutete das Ergebnis das Ende einer beeindruckenden Serie: Nach rund anderthalb Jahren ohne Niederlage gab es erstmals keine Punkte – ausgerechnet im Nachbarschaftsduell.

Temporeiche erste Hälfte und die Rakel-Voss-Show
Von Beginn an entwickelte sich eine Partie, in der beide Mannschaften mit hohem Tempo agierten und kaum technische Fehler produzierten. Die Hamelner erwischten zunächst den besseren Start und erarbeiteten sich eine 6:4-Führung. Die HSG ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und fand zunehmend besser ins Spiel.

Angeführt von einem herausragenden Fynn Lukas Rakel, der mit 16 Treffern bester Werfer des Abends wurde, und dem gewohnt treffsicheren Jannis Voss (11/7 Tore, 100-Prozent-Quote von der Siebenmeterlinie) drehten die Hausherren die Partie und erarbeiteten sich bis zur Halbzeitpause einen Vier-Tore-Vorsprung (20:16).

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst umkämpft. Die HSG fand jedoch immer wieder die richtigen Antworten auf die Angriffe der Gäste und hielt Hameln auf Distanz. Auch als der VfL den Druck erhöhte, bewahrte die Mannschaft die Ruhe und setzte sich zwischenzeitlich mit mehreren Toren ab. Am Ende stand ein 37:33-Erfolg auf der Anzeigetafel.

VfL-Sprecher Henrik Schrader sparte nach der Partie nicht mit Anerkennung für die Offensivgewalt der Gastgeber: „Ein großes Lob geht an Fynn Lukas Rakel, der uns mit seiner Leistung nahezu im Alleingang besiegt hat. Für ihn war an diesem Abend offenbar alles dabei – nur keine wirklich passende Lösung für uns.“ Auch HSG-Trainer Thorben Kanngießer zeigte sich stolz auf die offensive Flexibilität seines Teams: „Auch auf die Deckungswechsel vom VfL Hameln konnte die Mannschaft gut reagieren. Wir wurden nicht nervös und konnten endlich einem Handballspiel unseren Stempel aufdrücken.“

Abwehr-Herausforderungen, Comeback und Siegesfeier
Während die Angriffsreihe der HSG glänzte, benötigte die Defensive etwas Anlaufzeit. Aufgrund personeller Engpässe konnte nicht die gewohnte Formation aufgelaufen werden; Innenblockspieler Jannes Bormann traf zudem wegen eines Staus erst zur zweiten Halbzeit in der Halle ein. Mit zunehmender Spieldauer stabilisierte sich die Deckung jedoch – nicht zuletzt dank Dennis Jung und des verletzungsbedingten Comebacks von Christian Kanngießer, der der Abwehr kurzfristig Routine verlieh.

„Jung macht den Laden hinten dicht“, lobte Trainer Thorben Kanngießer seinen Abwehrrecke. Über die Rückkehr von Christian Kanngießer ergänzte er: „Er hat das super gemacht nach so langer Pause.“ Nach dem Schlusspfiff zog der HSG-Coach ein rundum zufriedenes Fazit: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, das haben sie sehr, sehr gut gemacht.“ Den verdienten Heimsieg und den Herbstmeistertitel feierte die HSG-Truppe im Anschluss gemeinsam auf einer Polterhochzeit bis in die frühen Morgenstunden.

Hamelner Selbstkritik und der Blick nach vorne
Beim VfL Hameln III saß der Stachel der ersten Pleite seit Teambestehen naturgemäß spürbar, allerdings blickte Schrader mit einer Prise Humor auf die eigene Defensivleistung zurück: „Glückwunsch an Deister-Süntel zum Sieg. 33 eigene Tore hätten in vielen Spielen vermutlich...

 

Hier geht es zum vollständigen Spielbericht inkl. Bildergalerie auf AWesA

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Veröffentlichung

Di, 22. September 2026

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