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„Es liegt auf dem Silbertablett“ - „Und wir sind rumgeeiert“

HV Barsinghausen – VfL Hameln 25:31 (15:16).

Die Hamelner feierten den so wichtigen Auswärtssieg in Barsinghausen und schafften damit die perfekten Voraussetzungen für die mögliche Meisterschaft vor heimischer Kulisse am Samstag, den 3. Mai. Allerdings war VfL-Trainer Marc Siegesmund ganz und gar nicht einverstanden mit dem, was seine Mannschaft über rund 45 Minuten anbot: „Es liegt auf dem Silbertablett, wir müssen nur zupacken. Und wir sind rumgeeiert. Da erwarte ich von einem Tabellenführer, der kurz vor der Meisterschaft steht, einfach mehr. Dass er den Willen hat, nach so viel Arbeit alles einzutüten und das dann auch in der Leistung erkennen zu lassen. Heute war das über weite Strecken zu wenig.“

Insbesondere mit dem ersten Durchgang haderte Siegesmund: „Ich bin die Seitenlinie rauf und runter gelaufen. Wir waren drucklos in allen Bereichen. Barsinghausen hat im Sieben gegen Sechs gespielt und wir haben es nicht verstanden, wie man gegen eine Überzahl verteidigt. Da hat jegliches Herzblut gefehlt.“ Dementsprechend legte Barsinghausen bis zum 10:9 vor (21.), ehe die Hamelner mit einer 6:2-Serie auf 15:12 davon zogen. Von Sicherheit war dennoch keine Spur: Bis zur Pause verkürzten die Hausherren auf 15:16.

 

Im zweiten Durchgang vernahm Siegesmund zunächst nicht den erhofften Ruck: „Erst nach 45 Minuten lief es dann. Plötzlich kam die Leidenschaft rein. Die Abwehr stand schlagartig besser, wovon Torhüter- und Angriffsleistung ebenfalls profitiert haben.“ In der 40. Minute führte der HVB mit 22:20 – es war der Auftakt zur entscheidenden Phase. Die „Rattenfänger“ setzten zu einer 7:0-Serie an, setzten sich auf 27:22 ab und sorgten damit für die Vorentscheidung (53.). In der Folge brachte der VfL den Sieg sicher über die Ziellinie.

Siegesmund resümierte: „Besonders ist heute Louis Fuhlrott hervorzuheben, der uns in der ersten Halbzeit mit seinen Toren und Bewegungen im Spiel gehalten hat. Er war über 60 Minuten ein Aktivposten. Stark war auch Niklas Colusso auf Rechtsaußen. Insgesamt war es heute aber mehr Krampf als Kampf. Nächsten Samstag müssen wir mehr zeigen. Ein Lob haben sich aber unsere Zuschauer verdient. 80 sind heute mitgereist - es war ein gefühltes Heimspiel.“ Dann reist die HSG Heidmark an den Afferder Eintrachtweg. Gewinnt die Siegesmund-Sieben das Spiel, sind Meisterschaft und Regionalliga-Aufstieg rechnerisch perfekt.
VfL Hameln: Louis Fuhlrott (9/2), Janne Siegesmund (8), Tim Jürgens (5), Niklas Colusso (3), Mats Schmidt (2), Luca Willmer (2), Ayke Donker (2).

 

Quelle: www.awesa.de

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Veröffentlichung

Sa, 26. April 2025

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