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Werner spricht über Vergangenheit und die Zukunft - ohne Werner

Nicht nur die Oberliga-, sondern auch die Landesliga-Handballer des VfL Hameln sind aktuell oben auf. Nach dem (Wieder)Aufstieg von der Regionsober- in die Landesliga haben sich die „Rattenfänger" direkt in der neuen, alten Klasse etabliert und belegen aktuell einen starken vierten Rang. Nicht ganz unschuldig am Erfolg ist Trainer Dennis Werner, der nach dem Landesliga-Abstieg nicht nur neuen Mut vorgelebt hat, sondern auch mit ganz viel Geduld die „junge Garde" des VfL Hameln für die erste Mannschaft aufbaut. Nicht umsonst gilt die zweite Herren als Schnittstelle zwischen Jugend und Herren.

Im Interview mit AWesA spricht Werner über ein emotionales Jahr, aber gibt auch einen Ausblick in die Zukunft - und die wird ab Sommer (vorerst) ohne Dennis Werner stattfinden, der nach 13 Jahren Trainertätigkeit eine Schaffenspause braucht...

 

Die finale Phase in der abgelaufenen ROL-Saison hätte kaum spannender verlaufen können. Am Ende seid Ihr als Meister in die Landesliga aufgestiegen. Wie hast Du diese Wochen in Erinnerung behalten?
„Der Verzicht auf die Relegation, die Saison in der Regionsoberliga und direkte Wiederaufstieg in die Landesliga waren für alle genau das Richtige. Die Erfolgserlebnisse haben alle gebraucht und wieder bestärkt. Als der Aufstieg vor der Nase war und wir die Niederlage gegen Sarstedt hatten, sind wir trotzdem ruhig geblieben. Wir haben uns vorgenommen, die letzten zwei Spiele einfach unser Bestes zu geben. Dass das Spiel gegen Anderten für uns gewertet wurde, weil der Gegner nicht antreten konnte, war schade. Wir wollten es sportlich entscheiden. Dafür waren wir aber umso heißer, das letzte Spiel in Obernkirchen zu gewinnen, um aus eigenen Kräften Tabellenerster zu werden. Absoluter Hammer, dass der Wiederaufstieg sofort geklappt hat! Danach brachen emotional natürlich alle Dämme und es wurde bereits in der Kabine gut gefeiert.“

In der aktuellen Saison belegt Ihr als Aufsteiger einen starken vierten Platz. Wo siehst Du die Gründe, dass man Euch den Status als Aufsteiger nicht anmerken kann?
„Wir ahnten, dass durch die neue Liga (Einführung der Regionalliga, Anm.d.Red.) die Qualität der Landesliga nicht mehr so hoch sein wird wie die Jahre zuvor. Dadurch haben wir vorsichtig die Mitte der Tabelle angepeilt und wollten möglichst schnell weg von Ausstiegsplätzen. Aber wir hatten eine positive Stimmung und waren gut eingespielt, da wir wenige Wechsel in der Mannschaft hatten. Zwar ging die Saison mit zwei ganz knappen Niederlagen los, aber man konnte direkt sehen, dass alle viel mehr Bock hatten und die Blockade durch die vielen Niederlagen der Vergangenheit gelöst waren. Außerdem haben wir uns vor allem auf die Grundlagen konzentriert und seitdem sehr wenig Fehler in unserem Spiel.“

Die Jugend des VfL Hameln wurde bekanntlich im Sommer nach dem Austritt aus der JSG Weserbergland neu aufgestellt. Ihr seid als Oberliga-Unterbau die Brücke zur ersten Herren. Wie  läuft Deiner Meinung nach die bisherige Zusammenarbeit zwischen Jugend, erster Herren und Deinem Team?
„Das erste Jahr nach der Trennung läuft durchweg klasse. Das ist auch einer der Gründe, weshalb wir so stehen wie wir stehen. Wir bekommen Unterstützung aus der A-Jugend und Spieler der Zweiten trainieren bei der Ersten mit oder hatten sogar schon ihre ersten Einsätze. Die Zusammenarbeit läuft top.“

Ohnehin macht es von außen den Eindruck, dass bei den VfL-Handballern aktuell alles gelingt: In der Oberliga Platz eins, Ihr seid Vierter, die A-Jugend spielt in der Regionalliga und darunter schlagen sich die Teams in der Oberliga gut. Wie bewertest Du dieses halbe Jahr als wieder komplett autonome Handballabteilung?
„Dadurch, dass gute Trainer gefunden wurden, die Handballabteilung mit Jannik Henke und Sven Herzog gute Arbeit leisten und der Förderverein einen klasse Beitrag leistet, steht die Handballabteilung des VfL super da. Das spiegelt sich auch in solchen Aktionen wie einheitlichen Trikots von der E-Jugend bis zur zweiten Herren wider, oder in einem gemeinsamen Handballtag mit der gesamten Sparte.“

Welche Ziele wollt Ihr in dieser Saison noch erreichen?
„Das Ziel wurde natürlich etwas nach oben angepasst. Aktuell sehe ich uns definitiv da, wo wir uns jetzt befinden (4. Platz, Anm.d.Red.). Wir können oben mitspielen!“

Wie steht es um Deine persönliche Zukunft als Trainer des VfL Hameln II?
„Für mich ist es die vierte Saison und aktuell sportlich wie auch menschlich die beste. Doch wird es danach ohne mich weitergehen. Ich habe der Mannschaft mitgeteilt, dass ich aus privaten Gründen eine Pause einlegen muss. Seit 13 Jahren Trainer und Handballer seitdem ich laufen kann, doch jetzt brauche ich einfach eine Auszeit. Meine Freundin kann noch spielen, was man bei mir leider nicht mehr behaupten kann (lacht). Da wir an sieben Tagen siebenmal Handball im Kalender stehen haben, muss ich mal pausieren.“

 

Quelle: www.awesa.de

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Veröffentlichung

Mi, 22. Januar 2025

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